Studie

Sommerekzem Studie

Das Ergebnis unserer Studie 2014

Sommerekzem Studie

Befragt wurden Jahr 2014 unsere Kunden: 26 Pferdebesitzer beantworteten einen umfangreichen Fragebogen.

 

Welche Pferde sind betroffen?

Betroffen waren hier zu 70% Pony- und Kleinpferde oder Mischungen daraus. Shetlandpony, Isländer, Haflinger, Camargue- und Fjordpferde sowie weitere ursprüngliche Rasse, wie Tinker, Friesen und Arabermischlinge. Nur zwei Warmblüter waren unter den betroffenen Pferden.

Geschlechterunterschieden gab es keine, Wallache, Hengste oder Stuten sind vom

Ekzem gleichermaßen betroffen

Das Alter der befragten Pferde reichte von 5 – 27 Jahre.

Charakter: Es  sind die eher zuverlässige, selbstbewusste Pferde ( teils als Leittiere beschrieben) vom Ekzem betroffen (80%).

 

Was war der Auslöser?

Eindeutig  war der Hauptauslöser (zu 90%!) ein Stallwechsel. Oft fängt das Ekzem tatsächlich erst beim neuen Besitzer an. Es scheint, als bringe ein „Zuviel“ an Stress, an Futterumstellungen, Medikamentengaben oder psychische Belastungen das „Fass“ zum Überlaufen. Alle Pferde waren geimpft und wurden entwurmt, meist mit chemischen Wurmkuren.

 

Die meisten Pferde (90%) mit Ekzem sind eher zu dick, ein „Zuviel“ für den Stoffwechsel scheint tatsächlich der Hauptauslöser zu sein. Auch hier ein Cocktail, der Körper reagiert, wenn es wird, mit seiner Schwachstelle, die durchaus genetischen Hintergrund haben kann.

 

Sehr interessant war der Ausbruch des Ekzems bei einem erfolgreichen Islandpferdehengst.  Nach der Teilnahme an einem großen Wettkampf trat sein starkes Sommerekzem auf. Das Turnier war verbunden mit einer mehrtägigen Reise. Selbstverständlich wurden vorher alle vorgeschriebenen Schutzimpfungen und regelmäßige Wurmkuren verabreicht. Hinzu kommt der Stress einer solchen Fahrt. Irgendwann reagiert solch ein sensibler Körper. Bei Islandpferden liegt der Verdacht nahe, dass gerade sie durch ihren natürlichen Ursprung empfindsam auf Störungen von außen reagieren. In ISLAND selbst gibt KEINE IMPPFUNGEN UND VIELE MÜCKEN. Es scheint, ihr eigentlich robuster Körper kommt mit unseren Impfungen, Wurmkuren, Medikamenten und/oder Futtermitteln, sowie dem psychischen Stress einer Umsiedelung nicht zurecht.

 

Ein junger Tinker bekam schon einjährig das Ekzem. Er wurde zwar nicht geimpft, hatte jedoch oft Koliken und wurde immer tierärztlich mit Medikamenten behandelt. Sein Körper wehrte sich vermutlich darauf mit einer Überreaktion, einer Allergie.

 

Auch der Arabermix war bis zum Stallwechsel vor 23 Jahren gesund. Allerdings wechselte er damals auch den Besitzer und bekam im darauffolgenden Jahr verschiedene Impfungen (unter anderem eine inzwischen sehr umstrittene Hustenimpfung), deren Sinn und Verträglichkeit heute schon längst in Frage gestellt werden. Trotz guter Haltung fing im nächsten Sommer das Sommerekzem an, der chronische Husten ließ nicht lange auf sich warten. Auf alles, was „zuviel“ war, dem Körper fremd vorkam, erfolgte eine hypersensible Reaktion. Er entwickelte sich zu einem hochgradigen Allergiker.

 

Die Fütterung und Futterzusätze war sehr unterschiedlich bei allen Teilnehmern.

Bei den meisten fing das Ekzem im April an, bei einigen schon im März

Paralellerkrankungen gibt es ein Pferd hat EMS, eins Hufrehe und eins Atemwegsprobleme in Verbindung mit dem Sommerekzem

Vielen Dank an alle Teilnehmer für Ihre Hilfe!