Das Sommerekzem

Felix

Sommerekzem

Es scheint jährlich schlimmer zu werden. Immer mehr Pferde verschwinden im Sommer unter einer Ganzkörperbekleidung und nehmen über einige Monate eine monsterhafte Gestalt an. Doch Sommerekzem und Allergien in der warmen Jahreszeit sind für viele Tiere eine Quälerei, ein Schutz ist äußerst notwendig. Eine Therapie ist oft schwierig und langwierig, Linderung jedoch durchaus möglich.

 

Winzig kleinen Tierchen, die nur 2 bis  6 mm groß sind, bringen ein 500 kg schweres Pferd und seinen Reiter an den Rand des Wahnsinns. Den einen, weil er durch die Stiche dieser kleinen Wesen unter ständigem Juckreiz leidet, den anderen, weil er unter Hunderten von Mitteln immer wieder Neues ausprobiert und viel Geld und Arbeit investiert hat, um seinem Pferd zu helfen.

 

Bereits im Frühjahr, sobald die ersten warmen Tage einsetzen, fängt für viele Pferde eine Leidenszeit an. Meist beginnt es langsam: Die Besitzer stellen, hauptsächlich an Mähne und Schweif, haarlose Stellen fest. Oft scheinen die Pferde nervös zu sein und haben das Bedürfnis, sich immer und überall zu scheuern. Hautverletzungen sind die Folge, der Teufelskreis beginnt. An den betroffenen Hautpartien kommt es zu entzündlichen Stellen, die wiederum noch lieber von Insekten und Keimen aufgesucht werden, was in schlimmen Fällen nässende oder gar blutige und eitrige Ekzeme hervorruft.

Oft stellen dann Tierärzte oder Tierheilpraktiker die Diagnose“ Sommerekzem“. Die Pferdebesitzer sind ratlos und suchen nach Gegenmitteln: Sie füttern Futterzusätze, die Wunder versprechen, schmieren Babyöl, Waffenöl, Heilerde und vieles mehr auf ihren Schützling, waschen, mischen Insektenmittel selbst, decken die Tiere ab und hoffen bei jedem neuen Mittel,  jedem vielversprechenden Tipp, dass es dem Pferd helfen möge. Vieles ist teuer und kompliziert, Futterzusätze helfen oft nur minimal, und letztendlich werden die Ekzempferde schnell unter ihrem eigentlichen Wert verkauft.

 

Wodurch wird das Ekzem verursacht?

Das Sommerekzem ist eine Allergie vom Typ 1. Der Körper ,merkt` sich das Allergen, weswegen das Pferd  mitunter bei jedem Kontakt stärker reagiert. Deshalb fährt schon beim ersten Stich im Frühjahr die Histaminausschüttung  hoch. Es gilt also, bereits diesen ersten Stich zu vermeiden. Wenn ein Pferd sich zum ersten Mal scheuert, meist im März oder April, müssen sofort alle Insektenschutz und Pflegemaßnahmen ergriffen werden, um dem Pferd diesen Stress zu ersparen.

Das Leiden wird durch Stechmücken, die sogenannten "Gnitzen" (Culicolides ssp.), Kriebelmücken (Simuliidae) oder auch Wadenstecher (Stomoxys calcitrans), hervorgerufen. Die meist weiblichen Blutsauger werden hauptsächlich vom Geruch angelockt. Jedoch ist auch bekannt, dass die Culicolides dunkelfarbige Weidetiere bevorzugen. Die Gnitzen stechen die Pferde im Bereich von Mähne und Schweif, bei Rindern Rücken und Bauch, während die Kriebelmücke beim Pferd gerne an der Bauchnaht und in den Ohrmuscheln ihren Hunger stillt. Sie stechen gerne in senkrechte Haarstellen, wo sie am leichtesten in die Haut kommen.

Die Speicheldrüse  der weiblichen Insekten sondern ein Sekret ab, dass die Blutgerinnung verzögert, so dass der Saugvorgang des Insekts nicht behindert wird. Der Saugvorgang dauert 3-4 Minuten, und das Insekt wechselt in dieser Zeit mehrfach seine Position. Das Sekret enthält Toxine und löst dadurch bei vielen Pferden erst den starken Juckreiz, dann eine allergische Reaktion aus. Diese Allergene verursachen eine immer größere Sensibilisierung des Pferdes. Dadurch lässt sich die Verschlimmerung von Jahr zu Jahr erklären. Wenn nichts dagegen unternommen wird.

 

Hat mein Pferd ein Sommerekzem?

Wenn sich ein Pferd regelmäßig Mähne und/oder Schweif kratzt und das hauptsächlich im Sommer, kann davon ausgegangen werden, das sich ein Sommerekzem entwickelt. Verwenden Sie in jedem Fall die RELAX Ekzem Lotion mit der RELAX Mückenmilch und sie werden vermutlich schnell eine Verbesserung erzielen.

 

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