Mauke, Raspe & co.

Mauke Raspe & Co!

Mauke ist eine Bezeichnung für Hauterkrankungen im Bereich der Fesselbeuge.
Der Oberbegriff umfasst alle Hautirritationen mit Ausnahme von Verletzungen in der Fesselbeuge zusammen.

Was tun?


Als erstes sollte die Ursache gefunden und behoben werden. Dazu gehört die saubere Bewegungsfläche der Pferde, Reize durch Verschmutzung in Verbindung mit Ammoniak müssen vermieden werden. Die Fütterung sollte möglichst naturnah geschehen: Mit Kräuterzusätzen und Vermeidung von anorganischen Mineralisierungen, möglichst eiweißarm und rohfaserreich. Es kann in manchen Fällen auch die Zugabe von Zink erforderlich sein.

Dann sollten, bei langen Behang, die Haare bis auf etwa 1-2 cm gekürzt werden, dass sie nicht reiben können. Das Sauberhalten mit Relax Niemölshampoo und lauwarmen Waschungen sind vor allem zu Beginn der Behandlung zu empfehlen.

Wir unterstützen mit unseren Pflegeprodukten die Haut ihres Pferdes.

Relax Pferdeerde Lebermoos & Niem schützt besonders gut geeignet für Pferde mit nicht allzuviel Behang. Die Hautstellen werden direkt einmal täglich eingeschmiert. Um die Umgebung befallenen Stellen mitzubehandeln, empfehlen wir unser Relax Lebermoos & Niemspray.

Für Pferde mit viel Behang empfehlen wir unser Relax Fesselliquid, das auch zur Vorbeugung genommen werden kann. Gerade für langhaarige Rassen, die stampfen und jucken soll ihnen das Relax Fesselliquid helfen, bei großflächigen und wandernden Hautirriatationen empfehlen wir noch das Relax Lebermoos & Niemspray zusätzlich anzuwenden.

Geben Sie der Besserung eine Woche bis 10 Tage Zeit und beobachten Sie bei möglichst 1-2 x täglicher Anwendung (in der Anfangszeit). Um eine lang bestehende Problematik nachhaltig zu verändern, benötigt ein wenig Zeit zur Besserung!

Wann tritt Mauke auf?

Es trifft zu 90% weiße Beine mit heller Haut. Deshalb kann davon ausgegangen werden, das die helle Haut wesentlich stärkere Durchlässigkeit für Bakterien und Parasiten (Milben) bietet.

Mauke kommt häufig in den Wintermonaten vor, aber auch im Herbst oder Frühjahr.
Pferde mit Behang leiden schneller unter Mauke, als Pferde ohne Behang. Mauke ist nicht ansteckend.

Mauke - woher kommt das?

Diese Erkrankungen können das gesamte Unterbein betreffen.
Dazu gehören feuchte une, bakterielle Erkrankungen, Pilzinfektionen, Milbenbefall, Entzündungen in Folge von Verletzungen, allergische Reaktionen (Ekzeme), Symptome einer innerlichen Erkrankung oder auch Ausleitungsstörungen. Auch ein Zwanghuf begünstigt die Maukebildung ebenso wie Strahlfäule (was auch oft miteinander verbunden ist).
Sicherlich ist es auf eine Mischung aus verschiedenen Faktoren, oft entstehen durch begünstigende äußere Faktoren Kleinstverletzungen, die dann wiederum mit Hilfe von Parasiten und Pilzen sich schnell und hartnäckig ausbreiten.

Es kann nur die oberste Hautschicht betroffen sein oder sich bis auf die gesamte Haut und die Unterhaut ausdehnen.
Eine (oft chronische) Phlegmone, also eine Entzündung der Unterhaut, kann eine Folge dieser ständigen Eintrittspforte für Erreger sein.
Blut- und Lymphgefäße können durch eine fortschreitende Entzündung angegriffen werden, ebenso eine Saumbandentzündung, die sich wiederum negativ auf die Hufqualität auswirkt.

Es gibt Haltungsbedingungen, die eine Maukeerkrankung begünstigen: Fütterung- und Haltung muss zuerst überprüft und angepasst werden, sonst kann eine Heilung nur sehr schwer oder gar nicht statt finden.

Ursachen

Direkte Auslöser können sein:
Schlammige Ausläufe, die mit Mist und Ammoniak zersetzt sind und die Pferde viel Zeit dort verbringen, Hygienefehler im Einstreu, wie ein ungepflegter Paddock, eine schlecht gemistete Box (Ammoniak zersetzt nicht nur den Strahl, sondern greift auch die empfindliche Haut der Fesselbeuge an ). Aber auch reizender Einstreu, Chemikalien (Antifrost z.B.), Hallenböden, reizende Holzschnitzel im Paddock, Kunststofffasern, Kleinstverletzungen jeder Art.

Ist die Haut irritiert, so machen sich schnell Bakterien und Pilze breit. Sie siedeln sich in die kleinsten Wunden an und verursachen eine Entzündung.

In den Haarbälgen der unteren Beinabschnitte können Chorioptesmilben leben.
Besonders im Fellwechsel irritieren sie die Haut des Pferdes besonders.
Es entstehen dann Veränderungen in der Fesselbeuge, die auch Juckreiz hervorrufen können.
Kleinstverletzungen in feucht-warmen Milieu bei angegriffener Haut zusätzlich mit Parasitenbefall ist sicherlich ein der häufigste Grund für die auftretende Mauke.

Es gibt sicherlich, wie es bei allen Krankheiten, insbesondere bei den Hauterkrankungen ist, anfällige und weniger anfällige Tiere.
In den meisten Fällen handelt es sich um helle Haut- und Fellbereiche oder langhaarige Pferderassen,  wo Milben durch das feucht-warme Milieu einen ausgezeichneten Lebensraum  vorfinden. Milben gibt es nahezu überall und hat nicht immer alleine mit der Stallhygiene zu tun.

Milben ernähren sich von Hautpartikeln, gerne bodennah, meist fängt es in der Fesselbeuge der Pferde an. Bakterien setzen sich in diese Kleinstverletzungen und es kommt zu einer dauerhaften Wunde mit Krusten, ein leichter Nährboden für Milben und Bakterien, wenn nicht dagegen unternommen wird.

Symptome

Bei dem Erscheinungsbild der Mauke liegt eine Überproduktion der Talgdrüsen vor. Bevorzugt befallen werden die Hinterbeine.
Um die Fesselbeuge herum ist die Haut stark gereizt. Es kommt zu Rötungen und fettig- schmierigen Belägen. Später treten kleine Knötchen und Bläschen auf, die Flüssigkeit absondern wenn sie platzen. Es entsteht eine nässende, wunde Oberfläche und durch die übel riechenden Sekrete und die Wundflüssigkeit kommt es zu derber Krustenbildung. Die Hautoberfläche wird angegriffen oder die Bakterien dringen in das Untergewebe ein und rufen somit eine bakterielle Infektion hervor. Es kommt zu Schwellungen und Erwärmungen in dem Gebiet.
Über dem Fesselkopf kann es mit der Zeit zu derben Hautverdickungen kommen. Der Allgemeinzustand des Pferdes kann erheblich beeinträchtigt sein, zudem können noch erhebliche Probleme im Bewegungsablauf hinzukommen. Kriecht die sog. Mauke höher in Richtung Sprunggelenk, redet man von einer Raspe, die ebenfalls enorm störende Faktoren nach sich zieht und zu einer extremen Lahmheit führen kann.