Impfen mit Verstand

Impfen mit Verstand -

So wenig wie möglich und so viel wie nötig

Impfungen können ein wirkungsvoller Schutz vor Krankheiten sein. Sie sind jedoch ein nicht zu unterschätzender Eingriff in das Immunsystem. Was Tierhalter und auch viele Tierärzte über Schutz- und Nebenwirkungen von Impfstoffen erfahren, stammt zumeist von den Herstellern der Impfstoffe selbst. Unabhängige und objektive Impfaufklärung ist selten, Studien bei Pferden über die Wirkungen und Nebenwirkungen der einzelnen Impfungen sind sehr gering. Es verbleibt dabei die Frage, wo die Fürsorge aufhört und das Geschäft anfängt. Dass an den Impfungen und Medikamenten sehr leicht Geld verdient wird und unsere Pharmaindustrie überaus mächtig ihre eigenen Gesetze vertritt, ahnen inzwischen viele von uns.

Chronische Erkrankungen, Allergien und Hautprobleme sind heute immer stärker auftretende Probleme, wegen denen der Tierhalter bei Tierarzt oder Tierheilpraktiker um Hilfe bittet. Doch wo kommt das her? Ernährung, Umwelteinflüsse, Medikamente, Haltungsformen, vielleicht ist es ein Cocktail aus allem.

Ganz ehrlich: Wir wissen es nicht, können nur beobachten und ahnen. Leider werden viel zu wenig Forschungsgelder für das Wohl unserer Tiere aufgewendet.

 

Jährlich impfen?

Alle Tiere sollen regelmäßig geimpft und entwurmt werden. Pünktlich nach einem Jahr erhalten viele Tierbesitzer ein Kärtchen von ihrem Tierarzt, das sie an die Impfung ihres Schützlings erinnert. Es wird geimpft, als gäbe es kein Immungedächtnis. Dabei gleicht das Immunsystem des Tieres des Menschen das der Tiere das des Menschen. Es kann davon ausgegangen werden, dass eine Infektion oder Impfung noch Jahre später die Krankheitserreger erkennt und bekämpft.

Einzelimpfungen sind immer besser verträglich als Mehrfachimpfungen. Das ist klar: Das Immunsystem wird mit Erregern belastet. Muss er sich mit nur einer „Sorte“ auseinandersetzen, gelingt das viel leichter und besser, als wenn er mit vielen verschiedenen Krankheiten auf einmal konfrontiert wird.

 

Tetanusimpfung - Schutz für viele Jahre

Tetanus ist eine schwere, zentralnervöse Erkrankung, an der die Tiere sterben können. Die erste Impfung erfolgt für Fohlen, üblicherweise nach dem Absetzen empfohlen, also etwa ab dem 6. Lebensmonat. Für die Grundimmunisierung wird nach 4-8 Wochen die Impfung wiederholt, ebenso nach 6- 12 Monaten. Laut Impfstoffhersteller soll diese Impfung dann alle 2 Jahre wieder aufgefrischt werden. Dabei gibt es inzwischen Untersuchungen von deutschen Forschern, die 4 Jahre nach der Grundimmunisierung bei 30 untersuchten Pferden einen Antikörpertiter ermitteln konnten. Weitere Untersuchungen ergaben, dass bei grundimmunisierten Pferden, bei denen Forscher keinen nachweislichen Antikörper im Blut mehr feststellen konnte, selbst nach der Gabe einer 3fachen tödlichen Gabe von Tetanustoxin kein Tier daran erkrankte. So kann behauptet werden, dass bei einer Tetanusgrundimmunisierung vermutlich der Schutz ein Leben lang andauert. Durch sein Immungedächtnis bildet der Organismus schnell genügend Antikörper, um ihn vor den Bakterien zu schützen.

Es gab schon vor einigen Jahren in der Schweiz einen Tetanus-Impfstoff, der ein Leben lang Schutzwirkung versprach. In anderen Ländern werden Impfstoffe vertrieben, bei denen nur alle 5 Jahre eine Wiederholung angeraten wird.

 

Tollwutimpfung, nur noch für Auslandsbesuche nötig?

Tollwut ist eine meldepflichtige Erkrankung des zentralen Nervensystems. Tollwut bei Pferden ist schon seit Jahrzehnten eine seltene Ausnahme. Seit 2008 gilt Deutschland offiziell als tollwutfrei. Nur die Fledermaustollwut gibt es noch, aber es ist noch kein Fall bekannt, bei dem sich ein Pferd damit infiziert hat.

Weiterhin wird Tollwut geimpft, es entscheiden sich jedoch immer mehr Pferdehalter gegen diese Impfung und auch einige Tierärzte stellen das in Frage.

Die Angaben der Impfhersteller bezüglich der Schutzdauer der Tollwutimpfung liegt üblicherweise bei zwei Jahren.

 

Influenzaimpfung – Schutzwirkung in Frage gestellt

Influenza ist eine ungefährliche Erkrankung und führt nur zu Komplikationen, wenn dem Pferd keine Zeit zur Erholung gegeben wird. Sie zeigt sich, wie beim Menschen, mit Husten und Fieber. So ist die Erkrankung vor allem bei Sportpferden gefürchtet, die erst durch mehrwöchigen Trainingsausfall wieder volle Leistung erbringen können. Leider besteht für Turniere im Freizeitbereich eine Impfpflicht von Seiten der FN, um an Leistungsprüfungen teilzunehmen.

Influenzaviren sind äußerst anpassungsfähig und verändern sich häufig. Die jüngsten Virenstämme, die für die Pferdeimpfungen verwendet werden, sind schon einige Jahre alt. So kann davon ausgegangen werden, dass eine aktuelle Schutzwirkung trotz Impfung nicht besteht. Das wird bestätigt durch Vergleichsstudien bei Influenza Epidemien in den USA, wo genauso geimpfte wie ungeimpfte Pferde von der Krankheit heimgesucht wurden.

Warum an diesen, tatsächlich nicht wirklich funktionierenden, Impfungen festgehalten wird, ist fraglich. Eine artgerechte Tierhaltung, Ruhe und Erholung in der Genesung, sind die besten Vorraussetzungen einer solchen Erkrankung Einhalt zu bieten.

 

Herpes - Immunsystem stärken statt Impfen

Herpes ist eine Erkrankung, die sich durch Atemwegsproblemen, Aborte und Lähmungserkrankungen zeigt. Die meisten Tiere haben sich schon im jungen Alter mit der Krankheit auseinander gesetzt, ohne zu erkranken.

Vergleichbar mit der Influenza sind Bestände trotz Impfung zu hohen Anteil ( z.B. 85% eines geimpften Stalles) von dem Virus befallen worden. Es wurde bei Stuten nach Impfungen sogar eine Zunahme von Virusaborten beobachtet.

Die beste Prophylaxe vor Herpes ist die Stärkung des Immunsystems, dazu gehört vor allem eine artgerechte Haltung. Eine Impfung schützt definitiv nicht.

 Lesen Sie mehr unter "Die Wahrheit über die Herpes - Impfung"

Zusatzstoffe

Impfstoffe sind chemisch oder auch gentechnisch aufbereitete Krankheitserreger oder Antikörper. Für ihre Haltbarkeit, zu Verstärkung ihrer Wirksamkeit und für die Sauberkeit werden viele Zusatzstoffe benötigt, die alles andere als unschädlich sind. Darunter ist, je nach Impfstoff, u.a. Formalin, Antibiotika, Thiomersal (Quecksilber), Alluminiumsalze etc.

 

Wichtiges in Kürze

  1. Hauptimpfung der Pferde ist gegen Tetanus;
  2. Studien zum Langzeitschutz der Impfungen bestehen leider nicht. Bei Tetanus kann man von mindestens fünf Jahren nach der Grundimmunisierung ausgehen.
  3. Die Impfstoffe sind zum größten Teil nicht so wirksam wie es versprochen wird. Dabei denken wir vor allem an Influenza und Herpes. Sie schützen nicht vor einer Erkrankung.
  4. Systematische Untersuchungen zu Nebenwirkungen fehlen.
  5. Eine Titer/Antikörperkontrolle durch eine Blutuntersuchung ist eine gute Möglichkeit, den Impfschutz zu messen. Selbst bei einem geringen Titer kann davon ausgegangen werden, dass die Immunabwehr schützt.

Bei kranken oder geschwächten Tiere sollte auf eine Impfung verzichtet werden.
Bei älteren Tieren, die zeitlebens geimpft wurden, ist sicherlich ein ausreichender Schutz vorhanden. Es stellt sich immer die Frage, was unbedingt nötig ist, bzw. was mehr Schaden anrichtet: Eine Krankheit zu überstehen oder die dauerhafte Impfbelastung

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